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Bändchenhochtöner

Ein Bändchenhochtöner ist ein Schallwandlersystem der Familie der elektrodynamischen Wandler. In einem eigentlichen Bändchenhochtöner wird statt einer Kalotte ein dünnes Aluminium-Bändchen zur Schallerzeugung verwendet. Heutzutage werden aber auch magnetostatische Wandler als “Bändchen” bezeichnet, bei denen ein Kunststoffbändchen benutzt wird, welches mit Leiterbahnen überzogen ist.

Ähnlich wie bei elektrodynamischen Wandlern in Konusform und äquivalent zu elektrostatischen Lautsprechern, wird dieses planar vor oder zwischen einen Magnetfeld gespannt. Fließt nun Strom durch die Leiterbahnen ergibt sich aufgrund der Lorentz-Kraft eine Auslenkung des Bändchens, sodass Schalldruck aufgebaut wird, welcher dann zum Hörer abstrahlt.

Ein Air-Motion-Transformer nutzt ähnliche Materialien, hat aber ein anderes Grundprinzip. Beim AMT wird das mit Leitern überzogene Bändchen mitsamt seiner Bahnen gefaltet und in ein Magnetfeld integriert. Fließt nun Strom, ziehen sich die einzelnen Falten des AMT im Takt des Wechselstroms zusammen, anstatt sich auszulenken. Durch dieses Zusammeziehen wird die Luft quasi aus den Spalten der Kalotte “geschossen”, wodurch eine viel größere äquivalente Membranfläche erreicht werden kann. Das führt zu einem insgesamt erhöhtem Wirkungsgrad, da ein Verhältnis von Luftgeschwindigkeit zu Membrangeschwindigkeit von 4:1 erreicht werden kann. Bei allen anderen üblichen Wandlertypen ist dieses Verhältnis 1:1. Aufgrund eben dieses Übersetzungsverhaltens heißt dieses Bauteil Air-Motion-Transformer (“Luftbewegungsübersetzer”). Dabei sind alle in aktuellen Studiomonitoren verbauten Varianten von den ersten von Klaus Heinz entwickelten Modellen.

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