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Redundanz

Unter Redundanz versteht man grundsätzlich, dass ein Datenpaket mit mehr Informationen verpackt wird, als notwendig ist. Meist geschieht das, um eine Ausfallsicherheit zu einem gewissen Grad zu erreichen. Dabei können beispielsweise Bitworte mit der Länge vier in Bitworte der Länge fünf über eine Tabelle übersetzt werden, wie es bei MADI der Fall ist. Falls nun ein Bit falsch übertragen wird, hat der Empfänger somit die Möglichkeit den Fehler zu erkennen und eine neue Übertragung anzufordern, falls es das Übertragungsformat zulässt. Bei der Audio-CD wird ein ähnliches Verfahren eingesetzt (Eight-to-Fourteen-Modulation), welches noch mehr Redundanz besitzt und sogar erlaubt, kleinere Fehler selbst auszubessern.

Eine weitere Möglichkeit der Redundanz ist die Ergänzung der Wörter mit einem sogenannten Prüfwert (als sog. ‘parity bit’), dessen Wert von der Beschaffenheit des zu prüfenden Wortes abhängt. Ein weiterentwickeltes Verfahren davon ist die zyklische Redundanzprüfung (engl.: ‘cyclic redundancy check’ oder CRC), welches das zu prüfende Datenwort in kleinere sich überlappende Datenwörter teilt und für diese dann einen Prüfwert bestimmt. Im Idealfall kann das Verfahren dann sogar die empfangenen Daten selbständig korrigieren, eine erneute Übertragung wäre damit unnötig. Nicht zuletzt stellt auch die Erhöhung der Bitrate, wie beim Bi-Phase-Coding (siehe AES3), eine Art Redundanz dar, da doppelt so viele Flanken in der Übertragung vorhanden sind, als notwendig. Hier gibt diese Erhöhung eine stabilere Übertragung der Wordclock und damit eine zeitliche Ausfallsicherheit.

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