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Resonanzfrequenz

Die Resonanzfrequenz beschreibt die Frequenz, bei der ein System (elektronisch oder mechanisch) am wenigsten Anregungsenergie benötigt, um in Schwingung versetzt zu werden. Es “schaukelt” sich sozusagen bei der Resonanzfrequenz am leichtesten auf und kann dann mit dieser Frequenz unter Zuführung geringster Energiemengen weiterschwingen. Diese Systeme können auf der elektrischen Seite z.B. als Filter (Bandpass- oder Notch-) eingesetzt werden. Auf akustischer Seite stellen Resonanzen meist ein Problem dar, da sie im musikalischen Kontext schnell als störend empfunden werden können.

Allerdings gibt es auch Resonatoren (z.B. Helmholtz-Resonator), welche bei einer bestimmten Resonanzfrequenz Schallenergie aus dem Schallfeld in andere Energieformen umwandeln können. Beim Bau von Studiomonitoren gilt es, Resonanzen des Lautsprechers im oberen und mittleren Frequenzbereich unbedingt zu vermeiden. Eigenresonanzen könnten sich negativ auf den angestrebten linearen Frequnenzgang auswirken. Deshalb werden bei Studiomonitoren besonders resonanzdämpfende Materialien verbaut. Anders stellt sich die Situation im Tieffrequenzbereich dar: bei Lautsprechern nach dem Bassreflex-Prinzip resoniert die gesamte Gehäusekonstruktion bei einer bestimmten Resonanzfrequenz. Hierdurch soll der niedrige Wirkungsgrad des Lautsprechers im tiefen Frequenzbereich kompensiert werden.

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