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Schalldruckpegel

Die Messung des Schalldruckpegels (SPL) erfolgt in der Pseudo-Einheit Dezibel (dB). Dazu wird ein Referenzschalldruck von 2*10^-5 Pascal (Pa) zugrunde gelegt. Um den Schalldruckpegel weiter von anderen Pegeln, die auch mit dem Schalldruck zu tun haben, abzugrenzen wird auch oft die Pseudoeinheit “dBSPL” benutzt. Somit ist eine direkte Umrechnung vom Schalldruckpegel zu dem Schalldruck in Pascal möglich. Der Schalldruckpegel ist zwar mit dem Lautheitseindruck korreliert, allerdings spielen für den Lautheitseindruck auch noch andere Faktoren wie spektrale Zusammensetzung und zeitlicher Verlauf eine wichtige Rolle. Dies führt zu weiteren dB-Skalen, die vor allem die spektrale Zusammensetzung des Signals gewichten und damit eine bessere Vergleichbarkeit ermöglichen.

Die einfachsten Beispiele hier sind dB(A), dB(B) und dB(C), wobei jede der drei Skalen für unterschiedliche Grundpegel genutzt werden. So wird dB(A) für grundsätzlich niedrigere Schalldrücke benutzt, da die Gewichtung der Empfindlichkeit des Ohrs in diesem Bereich entspricht. dB(C) wird für Schalldrücke verwendet, die bei Live-Konzerten oder im Homestudio auftreten. Mit Hilfe dieser Skalen können Maximal- und Richtwerte beispielsweise für Konzerte angegeben werden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht überschritten werden dürfen. Allerdings werden dBSPL-Werte auch in allen anderen Bereichen der Audiotechnik verwendet. Zur Angabe des von einem aktiven Lautsprecher erzeugten maximalen Schalldruckpegels beispielsweise wird für eine bessere Vergleichbarkeit in der Regel die betreffende Frequenz genannt (z.B. 1000 Hz), die Wellenform des Anregungssignals (z.B. Sinus) sowie der bei der Messung eingehaltene Abstand zum Lautsprecher (bei Nahfeldmonitoren normalerweise 1 Meter). Häufig wird auch ein maximaler Schalldruckpegel angegeben (dB SPL MAX), der den Schalldruckpegel bei Vollaussteuerung des Aktivlautsprechers direkt an der Lautsprecher-Membran angibt.

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