Geschlossen oder offen: Was ist der Stecker?

Eine weitere wichtige Innovation der HEDD MK2-Serie ist die Closed/Ported (CoP)-Funktionalität, die Ihnen in jedem Lautsprecher das Beste aus zwei Monitoring-Systemen bietet.

Alle MK2-Monitore lassen sich problemlos zwischen einem geschlossenen und einem Bassreflexgehäuse umschalten, wobei jede Option je nach Bedarf ihre eigenen Vorteile bietet: Im Ported-Modus mit geöffneten Bassreflexrohren spüren Sie die Musik mit kraftvollem Bass, erhöhter Aussteuerungsreserve und maximaler Lautstärke; im Closed-Modus, bei dem das Gehäuse mit einem speziellen Stopfen verschlossen wird, können Sie mehr Klangdetails mit höherer Präzision, besserer Impulsantwort und höherer Texturauflösung entdecken.

In Kombination mit dem Linearisierer , dem AMT-Treiber und zusätzlichen DSP-Steuerungen erhöht Closed or Ported die Flexibilität unserer MK2-Monitore, sodass sie für ein breites Spektrum an Audioanforderungen eingesetzt werden können.

„Wir nutzen alle 15 HEDD-Lautsprecher in unserem Atmos-Setup im geschlossenen Modus. Die Klangwiedergabe ist bis in den tiefsten Frequenzbereich extrem präzise und zuverlässig.“

Friedemann Tischmeyer
— Mastering Academy, Hamburg

Die zwei Arten von Monitorschränken

Lautsprechergehäuse gibt es im Wesentlichen in zwei Ausführungen: geschlossene Gehäuse, auch Infinity-Schallwand genannt, und offene Gehäuse, bei denen ein Bassreflexkanal oder eine Öffnung im Gehäuse vorhanden ist. Es gibt zwar Variationen beider Bauarten, aber die überwiegende Mehrheit der handelsüblichen Lautsprecher lässt sich einer dieser beiden Kategorien zuordnen.

Bassreflexlautsprecher (oder offene Lautsprecher) leiten den Schall von der Rückseite der Tieftonmembran ab, um die Effizienz des Systems zu steigern und entweder tiefere Frequenzen oder höhere Schalldruckpegel zu erreichen. Dies geht jedoch mit Unregelmäßigkeiten im Bass- und Mitteltonbereich einher, die durch zusätzliche, nichtlineare Schallwellen aus den Röhren verursacht werden. Ein ideales Impulsverhalten ist bei offenen Bauweisen nicht möglich; eine präzise Tieftonwiedergabe lässt sich zwar gut annähern, aber nicht immer erreichen. Letztendlich werden Bassreflexlautsprecher in den meisten professionellen HiFi-Lautsprechern eingesetzt, da sie einen ansprechenden und beeindruckenden Klang erzeugen können.

Geschlossene Gehäuse bieten den Vorteil, dass sie im Tieftonbereich ein theoretisch perfektes Impulsverhalten liefern. Die Schallabgabe lässt sich präzise berechnen, wodurch digitale Filter korrekt angewendet werden können. Der Nachteil: Nur 50 % des Schalls erreichen den Hörer, die restlichen 50 % werden von der Rückseite der Membran abgestrahlt und gehen im gedämpften Volumen des Gehäuses verloren. Dadurch ist der untere Rand des Frequenzgangs (der sogenannte -3-dB-Punkt) schwerer zu erreichen, und der maximale Schalldruckpegel liegt um etwa 6 dB niedriger.

Das Beste aus beiden Welten

Die Idee, sowohl geschlossene als auch offene Betriebsmodi in einem einzigen Gehäusedesign zu ermöglichen, kam dem HEDD-Forschungs- und Entwicklungsteam während der Entwicklung unseres Tower Mains-Systems, das bei Aufnahme- und Mastering-Studios sehr beliebt ist.

Wir wollten mit den Tower Mains die Vorteile eines geschlossenen Systems nutzen, ohne dabei Schalldruckpegel oder Tieftonwiedergabe einzuschränken. Unser Ziel war es, die Frequenzen bis auf 20 Hz (-3 dB) herunterzubrechen und so das gesamte Hörspektrum präzise und gleichzeitig extrem laut wiederzugeben. Dafür kombinierten wir vier exzellente Langhub-Subwoofer in einem robusten Gehäuse mit vier separaten Kammern und ergänzten das System mit dem bestmöglichen Hochleistungsverstärker.

Die Klangergebnisse waren so überzeugend, dass wir allen potenziellen Studiomonitor-Kunden ein vergleichbares Klangerlebnis bieten wollten, selbst wenn dies einen etwas geringeren maximalen Schalldruckpegel bedeutete. Durch die Implementierung separater Signalwege für die beiden verschiedenen Modi wollten wir den Nutzern die Möglichkeit geben, unterschiedliche Klangerlebnisse zu wählen, die zu ihrem jeweiligen Arbeitsstil oder ihrer Musik passen.

CoP zum Funktionieren bringen

Um eine optimale Wiedergabequalität für den Betrieb mit geschlossenem oder offenem Bassreflexsystem zu erreichen, haben wir uns für eine Kombination aus abnehmbaren POM-Steckern für die Anschlüsse und umschaltbaren, spezifischen Signalwegen entschieden, um die Monitore entsprechend zu filtern.

Wir haben eigene Schaumstoffstopfen entwickelt, die die Bassreflexöffnungen hermetisch abdichten und sich mit einer Rändelschraube entfernen lassen. Auf der Rückseite der Monitore befindet sich ein Drehschalter mit der Bezeichnung „CoP“, mit dem die elektronischen Filter auf „CLOSED“ oder „PORTED“ eingestellt werden können. Wir haben die Hauptvorteile eines geschlossenen Systems genutzt, ohne dabei den Schalldruckpegel oder die Tieftonwiedergabe einzuschränken. Unser Ziel war es, die Frequenzen bis auf 20 Hz (-3 dB) herunterzubrechen und so das gesamte Hörspektrum präzise und gleichzeitig sehr laut wiederzugeben. Dafür kombinierten wir vier exzellente Langhub-Subwoofer in einem robusten Gehäuse mit vier separaten Kammern und ergänzten das System mit dem bestmöglichen Hochleistungsverstärker.

Die Klangergebnisse waren so überzeugend, dass wir allen potenziellen Studiomonitor-Kunden ein vergleichbares Klangerlebnis bieten wollten, selbst wenn dies einen etwas geringeren maximalen Schalldruckpegel bedeutete. Durch die Implementierung separater Signalwege für die beiden verschiedenen Modi wollten wir den Nutzern die Möglichkeit geben, unterschiedliche Klangerlebnisse zu wählen, die zu ihrem jeweiligen Arbeitsstil oder ihrer Musik passen.